Oszilloskop (KO)
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Benützung der Beschreibung
Je nach Kenntnissen und Vorliebe können Sie die Beschreibung
der Reihe nach von Oszilloskop allgemein, über unseren
KO im Praktikum bis zur
Anwendung im Versuch 1 studieren oder irgendwo
beginnen. Dabei werden Sie Links immer wieder in die vorausgehenden
Beschreibungen führen wenn Sie weitere Auskunft zu unklaren Dingen
brauchen.
Oszilloskop
Das Oszilloskop wird allgemein als KO bezeichnet. Dies ist die Abkürzung für
die klassische Ausführung als Kathodenstrahl-Oszilloskop. Darin zeichnet ein
von der Kathode der Bildröhre emittierter Elektronenstrahl das Bild in Echtzeit
auf den Bildschirm.
- In der normalen
YT Betriebsart
wird in horizontaler Richtung (X-Achse) die Zeit
dargestellt, in vertikaler Richtung (Y-Achse) das Signale, - praktisch jeder KO
verfügt über zwei (manchmal auch 4) Kanäle, sodass 2 (oder 4)
Signale gleichzeitig zeitrichtig dargestellt werden können.
- In der seltener gebrauchten
XY Betriebsart
wird in X und Y Richtung je ein externes Signal dargestellt.
Damit können z.B. Kennlinien gezeichnet werden.
- Der Trigger synchronisiert
im YT Betrieb die Zeitachse auf das Signal.
Dadurch ergibt sich mit periodischen Signalen ein stehendes Bild.
Mit einem KO ohne Speicher (nur bei Digital-KOs vorhanden) können fast nur
periodische Signale dargestellt werden.
Seit gut 5 Jahren setzen sich immer mehr Digital-Oszilloskope durch.
Darin werden die Eingangssignale digitalisiert, gespeichert und anschliessend auf einem
LCD-Bildschirm dargestellt. Auch sie werden (ungenau) als KO
(Digital KO, Digital Speicher KO) bezeichnet. Die richtigere englische Bezeichnung ist
Digital Storage Oscilloscope(DSO).
Aufbau und Funktionsweise
Ein KO setzt sich aus mehreren Funktionsblöcken zusammen.
Die wichtigsten sind in dem folgenden Bild dargestellt:
- In der Bildröhre (Kathodenstrahl Hochvakuum Röhre)
wird der von der Kathode emittierte Elektronenstrahl
durch zwei rechtwinklig zueinander stehende
Elektrodenpaare (Ablenkplatten) horizontal (X)
und vertikal (Y) abgelenkt.
Der Phosphor beschichtete Bildschirm leuchtet beim mit hoher Geschwindigkeit
erfolgenden Aufprall der Elektronen auf.
(Im Gegensatz zur Fernseh Bildröhre erfolgt die Ablenkung durch eine
elektrisches Feld und nicht durch ein Magnetfeld).
- Die Bildschirm Einstellungen umfassen Regler für die Helligkeit (intensity)
evt. je Kanal und evt. für eine eingeblendete Alphanumerische Anzeige,
die Schärfe (Focus) und die Skalenbeleuchtung (Scale Illumination).
Achtung: Die Helligkeit nie unnötig gross einstellen. Die Lebensdauer
der Röhre leidet darunter, auf dem Phosphor kann sogar das Bild einbrennen.
Vertikalteil
- Der Vertikalverstärker besorgt die vertikale Ablenkung.
Er hat für jeden Kanal (typisch 2, seltener 4)
Einstellmöglichkeiten für Empfindlichkeit (z.B. 10mV bis 10V),
des Offset, der Position der Nullinie (OV) auf dem Bildschirm)
und AC- oder DC Kopplung.
Der Vertikalverstärker bestimmt die Bandbreite des KOs (maximale
Frequenz des Eingangssignals die der KO noch verarbeiten kann, je nach KO etwa
20MHz bis weit über 1GHz).
Neben der Ansteuerung der vertikalen Ablenkplatten liefert er ein Signal an
den Trigger im
Horizontalteil
und erhält von der Zeitbasis ein Signal (CS)
zur alternierenden Kanalumschaltung.
-
Die Signale in den verschiedenen Kanälen (2 oder 4)
werden periodisch nacheinander auf dem Bildschirm dargestellt mit den Umschaltarten
alternierend (nach jedem Rücklauf, sinnvoll
bei schnellen Signalen) oder
chopped (ununterbrochen, sinnvoll bei langsamen Signalen).
-
Im XY Betrieb erhält der Horizontalverstärker
das Signal X vom Vertikalverstärker (von einem dafür vorgesehenen Kanal).
Horizontalteil
- Der Horizontalteil besorgt die horizontale Ablenkung.
Im (normalen) YT Betrieb erfolgt die horizontale Ablenkung periodisch durch eine
linear mit der Zeit ansteigende Rampe (Sägezahn). Diese wird in der
Zeitbasis erzeugt.
Die Zeitdauer (Steilheit) der Rampe kann in einem grossen Bereich eingestellt
werden (z.B von 10s bis 100ns). Sobald der Strahl den
rechten Rand des Bildschirms erreicht hat, wird er rasch und abgedunkelt wieder
an den Anfang (linken Rand) zurückgeführt. Danach kann die nächste
Ablenkperiode beginnen.
- Damit ein stehendes Bild entsteht, muss die Zeitbasis auf das (periodische) Vertikalsignal
synchronisiert werden.
Diese Aufgabe erfüllt der Trigger.
Die Funktionsweise wird anhand des folgenden Bildes erklärt.
- Am Y-Eingang liegt ein dreieckförmiges Signal uY(t) an.
- Der Trigger-Level wird so eingetellt, dass das Eingangssignal das Triggerniveau
durchkreuzt.
- Jedesmal wenn uY(t) das Triggerniveau
aufsteigend durchkreuzt,
generiert der Trigger einen Triggerimpuls.
Die Wahl der Triggerflanke mit aufsteigendem (rising slope)
oder abfallendem (falling slope) Signal ist eine
standard Einstellmöglichkeit.
- Durch einen Triggerimpuls startet die Zeitbasis
eine Rampe.
Der Elektronenstrahl wird linear mit der Zeit horizontal von links nach
rechts über den Bildschirm abgelenkt.
Die Geschwindigkeit der Ablenkung (Masstab der X-Achse) wird an der
Zeitbasis eingestellt.
- Sobalder der rechte Bildschirmrand erreicht ist, wird die Rampe abgebrochen
und der Strahl (abgedunkelt) wieder an den linken Rand zurückgeführt
(Rücklauf). Danach wird mit dem nächsten Triggerimpuls die Rampe
wieder neu gestartet.
- Während einer laufender Ablenkung (uY(t) > 0V) eintreffende
Triggerimpulse werden ignoriert. Eine zusätzliche Totzeit nach
dem Strahlrücklauf kann oft als Holdoff eingestellt werden.
- Auf diese Art wird periodisch der gewünschte Signalausschnitt auf
den Bildschirm gezeichnet wie zuoberst im Bild dargestellt.
- Im Triggermode Normal wird
die X-Rampe nur gestartet wenn ein Triggerimpuls eintrifft.
Dies hat den Nachteil, dass der Bildschirm bei fehlendem Eingangssignal
oder beim Anlegen einer Gleichspannung dunkel bleibt.
Im Triggermode Auto werden in diesem Fall
automatisch Triggerimpulse generiert, sodass auf dem Bildschirm wenigstens
eine horizontale Linie erscheint.
Zusatzfunktionen
Je nach Modell kann ein KO noch eine Reihe von Zusatzfunktionen haben:
- Eine Verzögerungsleitung für das Vertikalsignal macht es möglich,
das Signal bereits etwas vor dem Triggerzeitpunkt anzuzeigen.
- Eine Doppelzeitbasis erm/ouml;glicht einen Signalausschnitt in vergrösserem
Zeitmasstab darzustellen.
- Ein variabler Holdoff erleichtert die Darstellung
komplexer signale.
- Messcursor für Zeit oder Spannung erleichtern die genaue Messung
von Zeit- und Spannungsdifferenzen.
Unser KO im Praktikum
Im Praktikum haben wir klassische KOs Tektronix 2245A mit 100MHz
Bandbreite.
Er verfügt über 4 Kanäle, wovon 2 voll ausgerüstet sind und
zwei nur rudimentär. Die nachfolgende Graphik zeigt die Zuordnung der Bedienungselemente
zu den verschiedenen Funktionsblöcken.
Ein besonderes Bedienungselement ist die Zaubertaste
Auto-Setup. Beim drücken versucht der KO
automatisch sich so einzustellen, dass die angeschlossenen Signale auf dem
Bildschirm brauchbar dargestellt werden. Dies ist selten die beste oder
gewünschte Darstellung, aber doch fast immer eine brauchbare.
Von den weiteren Zusatzfunktionen
werden wir nur wir Messcursor brauchen.
Vertikalteil
Das nebenstehende bild zeigt die Bedienungselemente des
Vertikalteils für die voll ausgebauten
Kanäle 1 (CH1 links)und 2 (CH2 rechts). Beide sind identisch.
- Mit dem Drehknopf   POSITION kann die
vertikale Lage des Signals eingestellt werden, ähnlich der
Offset Einstellung beim Funktionsgenerator.
Damit wird auch die Nullinie (0V Referenz) plaziert.
- Mit der Drucktastenzeile MODE werden die darzustellenden Kanäle
und der Umschaltmodus
(CHOP = chopped oder ALT = alternaierend) ausgewählt.
Zusätzlich lassen sich die Kanäle 1 und 2 addiert darstellen.
- Am grossen Drehknopf VOLTS/DIV in der Mitte
wird die Empfindlichkeit
in Stufen 1 - 2 - 5 (Masstab) eingestellt. Der aktuelle Wert wird am unteren
Rand des Bildschirms angezeigt.
Der Wert bezieht sich immer auf einen vertikalen Skalenteil (Division, ca 1cm).
Der Knopf im Knopf VAR erlaubt eine stufenlose Einstellung (mit
Vorsicht verwenden, zur Warnung leuchtet UNCAL auf).
- Mit der darunter liegenden Taste SCOPE BW kann die Bandbreite von 100MHz auf
20MHz reduziert werden (zur Unterdrückung hochfrequenter Störungen).
Mit CH2 INVERT wird das Signal im Kanal 2 invertiert
(dann wird aus der wählbaren Addition
von Kanal 1 und 2 effektiv eine Subtraktion, was sehr nützlich sein kann).
- Mit den Drucktasten COUPLING oberhalb der Eingangsbuchsen wird
AC- oder DC- Kopplung gewählt. Ist keine der beiden Tasten gedrückt,
so wird intern der Eingang mit Masse (GND, 0V) verbunden. Damit kann sehr
bequem die Lage der Nullinie auf dem Bildschirm eingestellt werden.
Die folgende Figur zeigt den Einfluss von AC- und DC- Kopplung auf die
Darstellung eines Signals mit einem Gleichspannungsanteil: bei AC-Kopplung
wird der Gleichspannungsanteil nicht dargestellt.
Achtung: Die Lage der Nullinie muss der Anwender selbst
auf dem Bildschirm
geeignet einstellen! (wenn positive und negative
Signalwerte erwartet werden in die Mitte,
für nur positive Werte auf die unterste oder zweitunterste Skalenlinie,
für nur negative Werte auf die oberste oder zweitoberste).
Horizontalteil
Der Horizontalteil umfasst die Zeitbasis und den Trigger.
Zeitbasis
- Der KO hat eine Doppelzeitbasis (zwei voneinander unabhängige
Zeitbasen A und B).
Am grossen Drehknopf unten rechts SEC/DIV
wird der Masstab der
Zeitachse (X) in Stufen 1 - 2 - 5 eingestellt. Der eingestellte Wert wird
am unteren Bildschirmrand rechts dargestellt und
bezieht sich immer auf einen horizontalen Skalenteil
(Division, ca 1cm).
Der kleine Knopf im Knopf VAR erlaubt eine stufenlose Einstellung
(mit Vorsicht verwenden, als Warnung leuchtet UNCAL).
- Mit den Drucktasten MODE wird der Horizontalmodus zwischen "Zeitbasis A, B,
alternierend A und B, XY-Betrieb" gewechselt.
Mit den beiden Tasten wird der Modus gewächselt.
Die aktuelle Wahl wird in den Feldern darüber angezeigt.
(Wir verwenden nur A im YT-Betrieb oder X-Y für den XY- Betrieb).
- Die Taste X10 MAG (X 10-fach Vergrösserung) wird die Zeitachse
zehnfach gedehnt (mit Vorsicht verwenden).
- Am Drehknopf oben rechts POSITION
kann das Bild in horizontaler Richtung auf dem Bildschirm verschoben werden.
- Bei der Zeitbasis sind oben links auch die
AUTO SETUP Zaubertaste und
darunter zwei Drehknöpfe zur Positionierung
der Messcursor (falls diese eingeschaltet sind) untergebracht.
Trigger
Vielfältige Triggermöglichkeiten sind das Merkmal jedes guten KOs.
- Mit dem Drehknopf LEVEL oben rechts wird das
Triggerniveau eingestellt.
- Mit dem Drehknopf HOLDOFF oben links kann die
Totzeit des Triggers eingestellt
werden (brauchen wir nicht, auf MIN stellen).
- Die Drucktaste SLOPE wählt ein aufsteigendes oder
abfallendes Signal als aktive
Triggerflanke aus.
- Mit der Drucktaste A/B SELECT wird die zu triggernde
Zeitbasis
ausgewählt (wir brauchen nur A).
- Mit den 3 Drucktastenpaaren ganz unten werden verschiedene Betriebsarten
ausgewält. Die jeweils obere schaltet in der Liste darüber
um eins nach oben, die untere nach unten.
- Mit MODE wird der
Triggermode gewählt, besonders
zwischen Normal und Auto umgeschaltet.
(Wir brauchen nur AUTO LEVEL).
- Mit SOURCE wählt man die Quelle des Signals fü
die Triggerung aus, das Triggersignal.
- Mit den Tasten CPLG wird schliesslich die Art der
Kopplung
des Triggersignals an die Triggerschaltung ausgewählt.
DC- und AC- haben die bereits für die Eingangssignale
beschriebene Wirkung, die restlichen vier ermöglichen
die Unterdrückung verschiedener typischer Strörungen.
(Wir verwenden die DC-Kopplung).
Bildschirmteil
Der Bildschirmteil umfasst Einstellungen für den Bildschirm und
den Netzschalter.
- INTENSITY A und B sind die getrennten Einstellungen der
Helligkeit für die Zeitbasis A und B.
Achtung: Die Helligkeit nie unnötig gross einstellen. Die Lebensdauer
der Röhre leidet darunter, auf dem Phosphor kann sogar das Bild einbrennen.
- Mit FOCUS wird die Schärfe des Bildes eingestellt.
- READOUT regelt die Helligkeit der Datenanzeige. Auch hier gilt: nicht
heller als nötig.
- Mit SCALE ILLUM wird die Beleuchtung des Rasters eingestellt.
Spezialitäten
Von den Spezialitäten oder Zusatzfunktionen die unser KO bietet
werden wir nur 2 brauchen: Die Zaubertaste und die
Messcursor.
Die Messcursor Betriebsart wird mit der Drucktastenreihe oben in der Mitte
des KOs eingestellt:
- Mit der links abgesetzten Taste CLEAR MEAS'MT
werden die Cursor ausgeschaltet.
- Mit den drei im Feld MEASUREMENTS angeordneten Tasten
wird festgelegt, was mit den Cursorn gemessen werden soll:
- Mit der ersten Taste VOLTS wird die Spannungsmessung
eingeschaltet. Die Cursor werden mit zwei horizontal
über den Bildschirm laufenden Linien dargestellt.
- Mit der rechten Taste TIME wird die Zeitmessung
eingeschaltet. Die Cursor werden mit zwei vertikal über den
Bildschirm laufenden Linien dargestellt. Die Anzeige des
Messwertes (der zeitliche Abstand der beiden Cursor) erfolgt als Zeit.
- Die mittlere Taste 1/TIME wählt Zeitmessusng
mit Anzeige des invertierten Wertes, also als Frequenz (wenn genau eine
Periode gemessen wird, ist dies die Signalfrequenz).
Die Messcursor Position wird mit den zwei
Drehknöpfen im Feld
CURSORS/TIME POSITION oberhalb der
Zeitbasis eingestellt:
- Der linke Drehknopf (OR DELAY) verschiebt parallel
beide Cursor miteinander.
Damit wird die Position des ersten absolut festgelegt.
- Der rechte Drehknopf verschiebt den zweiten
Cursor relativ zum ersten. Damit
wird der Abstand zwischen den Cursorn (die zu messende Distanz auf dem
Bildschirm) eingestellt.
Funktionsweise der Drehknöpfe
Achtung: Über die Drehknöpfe wird nur die Information
an den Mikroprozessor im KO gegeben ob und in welcher Richtung daran gedreht wird.
Dieser reagiert meistens nur bei einer deutlichen Drehung. Deshalb, wenn nichts
passiert, am Drehknopf kurz und kräftig nach rechts und links drehen,
danach kann eingestellt werden.
Anwendung im Versuch 1
Einstellungen des Funktionsgenerators nach Multimeter kontrollieren
Wenn Sie den Funktionsgenerator für den
Versuch 1 bereits mit dem Multimeter
eingestellt haben, so können Sie diese Einstellung jetzt noch mit
dem KO kontrollieren.
Der Funktionsgenerator soll eine Dreieckspannung von ca 2kHz
zwischen 0V und +5V gemäss nebenstehendem Bild erzeugen.
Gehen Sie wie folgt vor:
- Ausgang des Funktionsgenerators mit Eingang Kanal 1 des KO verbinden.
- Die Zaubertaste drücken damit Sie
das Signal zuerst einmal sehen.
- Die Empfindlichkeit des Kanals 1 auf 1V/Div einstellen.
- Die Zeitbasis A auf 50us/Div einstellen.
- Die Nullinie (0V Referenz) einstellen:
- KO-Eingang intern mit 0V(GND) verbinden (keine
COUPLING Taste gedrückt), jetzt wird OV,
die Nullinie auf dem Bildschirm gezeichnet.
- Die Nullinie mit dem Positionsregler
auf die zweitunterste Bildschirm Rasterlinie stellen.
- DC-Kopplung am Signaleingang einschalten.
Achtung: Jetzt darf die Position für Kanal 1 nicht mehr
verändert werden!
- Die Triggerung so einstellen, dass der gewünschte
Signalausschnitt gemäss der Figur auf dem Bildschirm erscheint:
- Falls nicht schon so eingestellt, Trigger Kopplung (CPLG) auf DC,
SOURCE auf CH 1, MODE auf AUTO.
- Mit LEVEL das Triggerniveau so einstellen, dass das Dreieck in der
Mitte (mit 2.5V) beginnt.
- Kontrollieren ob die untere Spitze des Dreiecks auf 0V (der Nullinie,
vorher auf die zweitunterste Rasterlinie eingestellt), die obere auf +5V
(5 Rasterlinien höher, da der Abstand der Rasterlinien auf 1V
eingestellt wurde) liegt.
Falls notwendig die Einstellung am
Funktionsgenerator mit Amplitude-
und Offset- Regler korrigieren (um damit aber den Doktor zu machen ist es
noch viel zu früh, auf 2-3 100mV ist genau genug!).
Den Spitze- zu Spitze- Wert können Sie auch noch mit den
Messcursorn bestimmen.
- Kontrollieren ob die Frequenz des Dreiecksignals 2kHz beträgt.
Eine Periode müsste genau 10 vertikale Rasterlinien des Bildschirms
(effektiv die ganze Breite) umfassen da der Abstand der Rasterlinien
50us entspricht (Zeitbasis Einstellung 50us/Div).
Falls notwendig die Einstellung am
Funktionsgenerator mit dem
Frequenzregler nachstellen.
Die frequenz können Sie (zum Spass) auch mit den
Messcursorn bestimmen.
Funktionsgenerator direkt mit dem KO einstellen
Vorgehen analog zur vorstehend beschriebenen
Kontrolle, mit entsprechenddem
Hauptgewicht auf der Einstellung.
Einstellung zur Darstellung der Inverter Transferkennlinien
Die Transferkennlinien der Inverter werden im
XY-Betrieb auf dem Bildschirm dargestellt.
Auf der X-Achse wird das Eingagnssignal eines Inverters (Dreieck 0 bis +5V aus dem
Funktionsgenerator) dargestellt. Dieses muss am Kanal 1 angeschlossen sein
mit DC-Kopplung und Empfindlichkeit 1V/Div. Auf der Y-Achse wird das Signal
am Inverter Ausgang dargestellt. Dieses muss am Kanal 2 angeschlossen
sein, mit DC-Kopplung und Empfindlichkeit 1V/Div. Bitte auch folgendes beachten:
- Im XY-Betrieb wird die X-Position (horizontale Position)
nicht mit (horizontal)
POSITION der Zeitbasis sondern mit (vertikal)
POSITION am Kanal 1 eingestellt.
- Als vertikal MODE soll nur Kanal 2 gewählt werden.
Wird auch Kanal 1 gewählt, so wird das X-Signal auch als (zweites)
Y-Signal dargestellt, es erscheint zusätzlich eine 45 Grad Gerade auf
dem Bildschirm (dies kann zur Interpretation der XY-Darstellung
daurchaus nützlich, jedoch auch sehr verwirrend sein!)
Einstellung für die Messungen am Ringoszillator
Für die Messungen am Ringoszillator wird im
YT-Betrieb über den Kanal 1 das Ausgangssignal des
Ringoszillators (über 10:1 KO-Sonde anschliessen!)
und über den Kanal 2 die Betriebsspannung dargestellt. Beide Kanäle
auf DC-Kopplung einstellen, Signal mit der
Zaubertaste auf den Bildschirm bringen und
mit manueller einstellung von Zeitbasis, Empfindlichkeit und Position
optimal darstellen.
Achtung: Im Kanal 2 muss die
Nullinie zur Messung der Speisespannung des
Ringoszillators auf die zweitunterste Y-Rasterlinie des Bildschirms positioniert
werden. Nachher darf die Position des Kanals 2 nicht mehr verändert werden!
Links
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