Oszilloskop (KO)

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Inhalt

Benützung der Beschreibung

Je nach Kenntnissen und Vorliebe können Sie die Beschreibung der Reihe nach von Oszilloskop allgemein, über unseren KO im Praktikum bis zur Anwendung im Versuch 1 studieren oder irgendwo beginnen. Dabei werden Sie Links immer wieder in die vorausgehenden Beschreibungen führen wenn Sie weitere Auskunft zu unklaren Dingen brauchen.

Oszilloskop

Das Oszilloskop wird allgemein als KO bezeichnet. Dies ist die Abkürzung für die klassische Ausführung als Kathodenstrahl-Oszilloskop. Darin zeichnet ein von der Kathode der Bildröhre emittierter Elektronenstrahl das Bild in Echtzeit auf den Bildschirm.

Seit gut 5 Jahren setzen sich immer mehr Digital-Oszilloskope durch. Darin werden die Eingangssignale digitalisiert, gespeichert und anschliessend auf einem LCD-Bildschirm dargestellt. Auch sie werden (ungenau) als KO (Digital KO, Digital Speicher KO) bezeichnet. Die richtigere englische Bezeichnung ist Digital Storage Oscilloscope(DSO).

Aufbau und Funktionsweise

Ein KO setzt sich aus mehreren Funktionsblöcken zusammen. Die wichtigsten sind in dem folgenden Bild dargestellt:

Vertikalteil

Horizontalteil

Zusatzfunktionen

Je nach Modell kann ein KO noch eine Reihe von Zusatzfunktionen haben:

Unser KO im Praktikum

Im Praktikum haben wir klassische KOs Tektronix 2245A mit 100MHz Bandbreite. Er verfügt über 4 Kanäle, wovon 2 voll ausgerüstet sind und zwei nur rudimentär. Die nachfolgende Graphik zeigt die Zuordnung der Bedienungselemente zu den verschiedenen Funktionsblöcken.


Ein besonderes Bedienungselement ist die Zaubertaste Auto-Setup. Beim drücken versucht der KO automatisch sich so einzustellen, dass die angeschlossenen Signale auf dem Bildschirm brauchbar dargestellt werden. Dies ist selten die beste oder gewünschte Darstellung, aber doch fast immer eine brauchbare. Von den weiteren Zusatzfunktionen werden wir nur wir Messcursor brauchen.

Vertikalteil

Das nebenstehende bild zeigt die Bedienungselemente des Vertikalteils für die voll ausgebauten Kanäle 1 (CH1 links)und 2 (CH2 rechts). Beide sind identisch.

Horizontalteil

Der Horizontalteil umfasst die Zeitbasis und den Trigger.

Zeitbasis



Trigger

Vielfältige Triggermöglichkeiten sind das Merkmal jedes guten KOs.


Bildschirmteil

Der Bildschirmteil umfasst Einstellungen für den Bildschirm und den Netzschalter.

Spezialitäten

Von den Spezialitäten oder Zusatzfunktionen die unser KO bietet werden wir nur 2 brauchen: Die Zaubertaste und die Messcursor.

Die Messcursor Betriebsart wird mit der Drucktastenreihe oben in der Mitte des KOs eingestellt:

Die Messcursor Position wird mit den zwei Drehknöpfen im Feld CURSORS/TIME POSITION oberhalb der Zeitbasis eingestellt:



Funktionsweise der Drehknöpfe

Achtung:  Über die Drehknöpfe wird nur die Information an den Mikroprozessor im KO gegeben ob und in welcher Richtung daran gedreht wird. Dieser reagiert meistens nur bei einer deutlichen Drehung. Deshalb, wenn nichts passiert, am Drehknopf kurz und kräftig nach rechts und links drehen, danach kann eingestellt werden.




Anwendung im Versuch 1

Einstellungen des Funktionsgenerators nach Multimeter kontrollieren

Wenn Sie den Funktionsgenerator für den Versuch 1 bereits mit dem Multimeter eingestellt haben, so können Sie diese Einstellung jetzt noch mit dem KO kontrollieren.

Der Funktionsgenerator soll eine Dreieckspannung von ca 2kHz zwischen 0V und +5V gemäss nebenstehendem Bild erzeugen. Gehen Sie wie folgt vor:

Funktionsgenerator direkt mit dem KO einstellen

Vorgehen analog zur vorstehend beschriebenen Kontrolle, mit entsprechenddem Hauptgewicht auf der Einstellung.

Einstellung zur Darstellung der Inverter Transferkennlinien

Die Transferkennlinien der Inverter werden im XY-Betrieb auf dem Bildschirm dargestellt. Auf der X-Achse wird das Eingagnssignal eines Inverters (Dreieck 0 bis +5V aus dem Funktionsgenerator) dargestellt. Dieses muss am Kanal 1 angeschlossen sein mit DC-Kopplung und Empfindlichkeit 1V/Div. Auf der Y-Achse wird das Signal am Inverter Ausgang dargestellt. Dieses muss am Kanal 2 angeschlossen sein, mit DC-Kopplung und Empfindlichkeit 1V/Div. Bitte auch folgendes beachten:

Einstellung für die Messungen am Ringoszillator

Für die Messungen am Ringoszillator wird im YT-Betrieb über den Kanal 1 das Ausgangssignal des Ringoszillators (über 10:1 KO-Sonde anschliessen!) und über den Kanal 2 die Betriebsspannung dargestellt. Beide Kanäle auf DC-Kopplung einstellen, Signal mit der Zaubertaste auf den Bildschirm bringen und mit manueller einstellung von Zeitbasis, Empfindlichkeit und Position optimal darstellen.

Achtung: Im Kanal 2 muss die Nullinie zur Messung der Speisespannung des Ringoszillators auf die zweitunterste Y-Rasterlinie des Bildschirms positioniert werden. Nachher darf die Position des Kanals 2 nicht mehr verändert werden!

Links

Hier finden Sie eine Reihe von Links zu verschiedenen Informationen externer Stellen (Sie benützen diese allerdings ausschliesslich auf eigene Verantwortung):


© Copyright by Institut für Elektronik ETH Zürich 2002/03

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